schwarzweissgruen

Ueber Borussia Moenchengladbach. Ueber Alles. Ueber Nichts.

Ueber Max Eberl.

In den teils stürmischen Zeiten der letzten Saison schien für viele Medien und nicht wenige Fans vor allem ein Mann verantwortlich an der katastrophalen Hinrunde: Max Eberl. Während es dem ursympathischen, menschelnden Michael Frontzeck, zudem mit dem Bonus des Gladbacher Urgesteins behaftet, noch immer gelang neue Hoffnung zu erzeugen und die Verantwortung von sich zu reden, indem er stets auf die ‘sagenhafte’ Verletztenmisere verwies, musste sich Eberl schon bald Blauäugigkeit in Transferfragen vorwerfen lassen. Und tatsächlich war es nicht allein die Entlassung Frontzecks, die zum Wunder Klassenerhalt führte, sondern vor allem auch das notwendige ‘Nachlegen’ auf dem Transfermarkt zur Winterpause. Über die diesjährigen Transfers ist an anderer Stelle bereits ausführlich geschrieben worden. Und so soll sich an dieser Stelle einem anderen, immer wieder aufkommendem, Vorwurf angenommen werden. Dem Vorwurf, Eberls, teils sehr teure, Transfers kämen einer Geldverbrennung gleich. Untermauert werden diese Vorwürfe meist anhand der Beispiele Bailly und Bobadilla; aber auch Fink und Meeuwis werden herangezogen.

Max Eberl übernahm den Managerposten am 19.10.08. Nach einer ähnlich schlimmen Hinrunde wie der letzten, wurde mit Hans Meyer und einigen Wintertransfers ein vergleichbares Wunder geschafft wie in der vergangen Saison.

Im Folgenden sollen alle Spieler aufgelistet werden, die seit dem Amtsantritt Eberls verpflichtet wurden. Als Maßstab gelten die Transfersumme, die zum Transfer benötigt wurde (1.Zahl), sowie der aktuelle Marktwert des Spieler, bzw. die Transfersumme, für die der Spieler die Borussia wieder verlassen hat(2.Zahl). Alle Werte nach transfermarkt.de, die also sicher streitbar sind, aber immerhin untereinander kohärent.

Galasek: 0.05 Mio / 0,-

Bailly: 2.5 Mio / 1 Mio (akt. MW)

Dante: 2.5 Mio / 7 Mio (akt. MW)

Stalteri: 0,- / 0,-

Marx: 0,- / 1.25 Mio (akt. MW)

Neustädter: 0,- / 1.25 Mio (akt. MW)

Bobadilla: 4.2 Mio / 2.5 Mio (akt. MW)

Arango: 3.6 Mio / 3.5 Mio (akt. MW)

Meeuwis: 0,- / 0,-

Reus: 1 Mio. / 14 Mio. (akt. MW)

Hanke: 0,- / 1.75 Mio (akt. MW)

Idrissou: 0,- / 1.75 Mio (akt. MW)

Wissing: 0,- / 0.15 Mio

Nordtveit: 0,- / 2 Mio (akt. MW)

Stranzl: 0.8 Mio / 3 Mio (akt. MW)

de Camargo: 4.3 Mio / 4.5 Mio (akt. MW)

Anderson Bamba: 1.5 Mio / 1 Mio (akt. MW)

Leckie: 0,- / 1 Mio (akt. MW)

Wendt: 0,- / 3 Mio (akt. MW)

Rupp: 0.6 Mio / 0.75 Mio (akt. MW)

Otsu: 0.4 Mio / 0.6 Mio (akt. MW)

Zimmermann: 1 Mio / 2 Mio (akt. MW)

Berechnet man nun die Differenz, ergibt sich ein sattes Plus von 28.3 Mio. Nimmt man den Transfer von Reus aus der Rechnung, und nimmt diesen also als unvorhersehbaren Glücksfall, bleibt immer noch die stolze Summe von 15.3 Mio. über. Die Transfers von Dante, Nordtveit, Stranzl, und nun auch Wendt, allein beweisen bereits, dass Eberl sehr wohl ein gutes Gespür für die Verpflichtung einzelner Spieler besitzt. Vermeintliche Fehlgriffe wie Bailly, der immerhin im ersten halben Jahr sehr wichtig für den sportlichen Erfolg war, und Bobadilla sind, zumindest noch, kein totes Kapital. Die Verpflichtung Finks war eine Reaktion auf den Abschied Bradleys, und ist wohl mit dessen Leihsumme zu verrechnen; ein Meeuwis kam wie er ging, ablösefrei. Dass nun aber gelungene Transfers nicht immer zu einer guter Mannschaft gereichen, steht auf einem anderen Blatt. Aber ‘gehen wir ruhig einmal davon aus’, dass Eberl gelernt haben wird aus der letzten Saison und sowohl im Präsidium als auch im Trainer erfahrene Ratgeber weiß. Und so aus einer beeindruckenden Bilanz hinsichtlich einzelner Spieler, eine wettkampfstarke Mannschaft zu formen vermag.

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